Helfen, wo Hilfe benötigt wird – dieses Ziel will der AWO Kreisverband Bayreuth-Stadt mit seinem „Sorglos-Netzwerk“ verfolgen, der am Montag, 23. März, starten wird. Der Wohlfahrtsverband bietet dann seinen Mitgliedern und Kunden ab einem Alter von 65 Jahren einen Einkaufsservice an, über das Café Klatsch kann Essen geliefert werden, aber auch ein Telefonservice wird in den nächsten Wochen angeboten. 

Das Team des Sorglos-Netzwerks, von links nach rechts: Marc Walther (Verwaltungsleiter), Marion Tost (Geschäftsführerin), Simone Stahlmann, Anke Funk, Marco Hausladen, Daniela Döring und Bastian Otten (alle Kinder- und Jugendhilfe der AWO Bayreuth)

„In den schwierigen Zeiten des Katastrophenfalls wollen wir unsere Mitglieder und Kunden, besonders unsere rund 300 Seniorinnen und Senioren, im Alltag unterstützen, wo es nur geht“, sagt Geschäftsführerin und Vorständin Marion Tost, die gemeinsam mit ihrem Team das „Sorglos-Netzwerk“ ins Leben ruft. Dieses ist auf drei Säulen aufgebaut.

Ab Montag, 23. März 2020, bietet die AWO Bayreuth-Stadt einen Lebensmittel-Einkaufsservice für ihre Mitglieder an. Heißt: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kaufen ein und liefern die Waren dann vor die Haustür, auch Medikamente auf Rezept werden aus der Apotheke abgeholt und geliefert.

Hinzu kommt ein Essenslieferservice durch das von der AWO betriebene Café-Klatsch. Mitglieder können telefonisch einen Tag vorher ihre Bestellung aufgeben, das Essen wird dann am Folgetag in der Mittagszeit geliefert.

Die dritte Säule bezieht sich auf den Kontakt mit den Mitgliedern. Ab Montag wird es deshalb einen Anrufservice geben. „Der persönliche Kontakt mit Menschen wird sich zwangsweise – besonders im Falle einer drohenden Ausgangssperre – auf ein Minimum reduzieren. Wir wollen mit unserem Anruf-Service für unsere Seniorinnen und Senioren ein bisschen Normalität schaffen, Gesprächspartner sein, ein offenes Ohr haben für sie und ihnen das Gefühl geben, dass sie in dieser Zeit nicht alleine sind“, erklärt die Vorständin.

Der AWO Bayreuth-Stadt geht es mit ihrem Sorglos-Netzwerk vor allem um den Schutz der Risikogruppen vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus. „Nur gemeinsam können wir diese Krise meistern, dabei dürfen wir aber besonders unsere ältere Bevölkerung nicht aus den Augen verlieren“, sagt Tost.

Zum AWO Kreisverband Bayreuth-Stadt e.V.:

Die AWO in Bayreuth zählt ca. 330 Mitglieder und beschäftigt rund 200 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darüber hinaus engagieren sich mehr als 60 Menschen ehrenamtlich oder im Freiwilligendienst in verschiedenen sozialen Bereichen.

Redaktion: Alexander Bauer, Pressereferent
Foto: AWO Kreisverband Bayreuth-Stadt