Berlin, den 16. April 2026. Die Arbeiterwohlfahrt kritisiert aufs Schärfste die öffentlich gewordenen Sparpläne des Bundeskanzleramts für die Kinder- und Jugendhilfe sowie die Eingliederungshilfe. Dazu erklärt Michael Groß, Präsident der Arbeiterwohlfahrt:
„Uns fehlen die Worte. Was hier gekürzt werden soll, sichert Kinder und Jugendliche vor existenzieller Not ab und ermöglicht Menschen mit Behinderungen soziale Teilhabe. Wer Kindern Chancen nimmt und bei der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sparen will, handelt sozialpolitisch zutiefst verantwortungslos. Die betroffenen sozialarbeiterischen Arbeitsgebiete sind unerlässlich – wir stehen ohne Frage solidarisch an der Seite der Fachkräfte und Klient*innen, die hier bedroht werden. Fällt der Politik als Antwort auf Krisen wirklich nur noch ein, bei Hilfebedürftigen zu kürzen? Wir können uns nur wiederholen: Der Sozialstaat hat gerade jetzt die größte Bedeutung für sozialen Zusammenhalt und Zukunftschancen. Der Sozialstaat hat kein Ausgabenproblem, sondern ist bezahlbar: wenn Wohlhabende endlich gerecht an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligt würden.“
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Die Arbeiterwohlfahrt wurde 1919 gegründet und gehört heute zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege. Sie tritt für Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz ein; diese Grundwerte des freiheitlichen demokratischen Sozialismus prägen ihr Handeln. Die AWO arbeitet bundesweit in zentralen Feldern sozialer Arbeit, darunter Demokratie und Vielfalt, Nachhaltigkeit und Innovation, Armut und soziale Sicherheit, Kinder, Jugend, Frauen und Familie, Gesundheit, Pflege und Teilhabe, Migration und Flucht sowie Europapolitik. Getragen wird die AWO von rund 300.000 Mitgliedern, mehr als 72.000 Ehrenamtlichen und etwa 242.000 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen.
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Quelle: Pressemitteilung AWO Bundesverband