Aktualisiert und gültig ab: 6. Januar 2021

Ausgangslage

Die Infektionslage in Bayern ist sehr instabil. Auch in Bayreuth liegt der Inzidenzwert weit über 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Die Heimbewohner gehören zur vulnerablen Personengruppe, die ganz besonders vor der Corona-Infektion geschützt werden sollten. Nichtsdestotrotz gibt es auch ein Bedürfnis nach sozialen Kontakten und ist ein Leben in völliger Isolation von der Familie oder anderen wichtigen Bezugspersonen (Nachbarn/Freunde) keinesfalls erstrebenswert.

Diese Besuchskonzept soll sowohl dem Infektionsschutz als auch den individuellen Bedürfnissen der Bewohner Rechnung tragen und kann somit nur ein Kompromiss sein, in dem alle Aspekte auch die räumlichen, personellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Pflegeeinrichtung selbst einfließen.

Zur Situation in den Hausgemeinschaften

Die Bewohner leben in familienähnlichen Strukturen und haben auch in den Hausgemeinschaften soziale Kontakte, sowohl zu den anderen Bewohner*innen als auch zu den Mitarbeiter*innen. In den Hausgemeinschaften wird nach dem personenzentrierten Ansatz nach Tom Kidwood gearbeitet. Diese Arbeit kann nur in einem virusfreien Rahmen gewährleistet werden. Sie kann nicht mit Abstand durchgeführt werden. Gefühle wie Sicherheit, Geborgenheit können oft nur durch Körpersprache und Körpersignale vermittelt werden, dazu gehören auch Berührungen im pflegerischen Alltag, wie z.B. in den Arm nehmen oder Handhalten. Von daher liegt unser Hauptaugenmerk auf dem Schutz der Bewohner*innen unserer Hausgemeinschaften.

Unsere Bewohner*innen sind oft nicht in der Lage, die Auflagen des Infektionsschutzgesetzes einzuhalten (Tragen von Mund-Nasen-Schutz, Abstand halten etc.), sodass die Gefahr, dass sich eine Infektion schnell in der Einrichtung verbreitet, trotz aller Schutzmaßnahmen hoch ist.

Der Covid 19 -Virus kann nur von außen in die Einrichtung getragen werden. Dies geschieht entweder durch Bewohner*innen, die aus dem Krankenhaus oder von Besuchen zu Hause kommen, durch Mitarbeiter, durch Therapeuten oder durch Besucher.

Solange keine Infektion vorhanden ist, können wir unser Konzept der Wertschätzung, dem Leben einen Sinn geben, Zuneigung erleben etc. im Haus gerne leben, unter Einhaltung unseres Schutzkonzeptes.

Der Virus ist sehr aggressiv und ansteckend, er greift wild um sich, die Gefahr für unsere Einrichtung kommt von außen.

Die Besuchsregeln

Unsere Pflegedienstleitung hat für jeden Bewohner eine Gefährdungseinschätzung (Risikoabschätzung) entwickelt, für die folgende Fragestellungen ausschlaggebend waren:

+ Kann Bewohner MNS tragen, kann Abstand eingehalten werden, toleriert Bewohner die PCR-Testung,
kann er im Zweifelsfall isoliert werden, ist eine Schnelltestung möglich?

+ Zudem sollte berücksichtigt werden, in wie weit die Bewohner selbst die sozialen Kontakte zur Familie wünschen, davon profitieren und welche Personen tatsächlich nahe Bezugsperson für den Bewohner oder die Bewohnerin sind.

Dazu brauchen wir auch die Unterstützung der Angehörigen!

Diese individuelle Betrachtung ist Grundlage für die individuelle angepasste Besuchsregelung des Bewohners. Bitte setzen Sie sich hierzu mit den Pflegedienstleiterinnen in Verbindung. Unsere Besucher können an jedem Werktag mit unserem Sozialdienst unter Telefon: 0921-590 586-65
Kontakttermine vereinbaren.

Hierfür stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

+ Skypen mit den Bewohnern

+ Telefontermin

+ Fenstergespräche

+ Besuche in den Wintergärten (ab 20. Dezember 2020 möglich)

Besuchszeiten:

+ Montag bis Sonntag (auch an Feiertagen): 14 bis 17.15 Uhr

Sonderbesuchserlaubnis:
Eine Sonderregelung kann in Absprache mit der Heimleitung oder Pflegedienstleitung in folgenden Fällen erteilt werden:

+ Im Palliativfall

+ Psychosoziale Belastungssituation während der Isolation

+ Akuten Verschlechterung des Gesundheitszustandes

+ Sterbebegleitung

+ Seelsorge

Rahmenbedingungen

Ein Besuch in der Einrichtung ist grundsätzlich nur zulässig, wenn der Besucher

+ keine Kontaktperson zu einem positiven Covid-19 Fall ist

+ keine Symptome hat, die auf eine mögliche Infektion mit Covid-19 -Infektion hinweist

+ einen aktuellen und negativen Corona-Test vorweisen kann

++ PCR.-Test darf nicht älter als 3 Tage sein

++ PoC-Antigen-Schnelltest darf nicht älter als 48 Stunden sein

Während des gesamten Besuches muss eine FFP2-Maske und ein Schutzkittel getragen werden, beides wird von der Einrichtung zur Verfügung gestellt. Wenn möglich soll ein Abstand von mind. 1,5 m eingehalten werden.

Anzahl der Besuche

Jeder Bewohner hat das Recht, regelmäßig besucht zu werden, somit kann jeder Bewohner in einer Woche mind. 2 Besuche erhalten. Die dann noch freien Besuchstermin können dann auch an andere Besucher verteilt werden.

Beim ersten Besuch muss die Laufkarte mitgebracht werden (diese gibt es hier zum Download), in die dann das Testergebnis des Schnelltestes eingetragen werden kann. Im Fall von anderen Besuchen in Pflegeheimen, kann die Laufkarte zur Dokumentation von negativen Tests genutzt werden.

Anzahl der zugelassenen Besucher

Jeder Bewohner kann pro Besuch von einer Person besucht werden. (Begrenzung durch die 10. Infektionsschutzmaßnahmeverordnung vom 8. Dezember 2020)

Bei den Skype-Interviews oder Fensterbesuchen ist kein Negativ-Test erforderlich. Es gibt keine Personenbegrenzung.

Testmöglichkeiten im AWO Zentrum

Wir bieten unseren Besuchern folgende Testmöglichkeiten und Zeiten (nach fester Terminabsprache) an:

Die Regelung gilt vorerst vom 6.1.2021 bis 31. Januar 2021

+ Montag/Mittwoch: 15.30 Uhr bis 18.00 Uhr.

+ Dienstag/Donnerstag 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr

+ Samstag: 11.00 Uhr bis 15.30 Uhr

Ort der Testung

Für die Schnelltests haben wir unseren Empfang zum Testraum umfunktioniert. Auf das Testergebnis können Sie außerhalb unserer Einrichtung warten (z.B. auf dem Parkplatz im Auto).

Bitte bringen Sie zum ersten Test die auf unserer Internetseite veröffentlichte Einverständniserklärung mit. Hinweis: Vor dem Antigenschnelltest darf mindestens 30 Minuten nichts gegessen und getrunken werden und keine Mundspülung durchgeführt werden.

Bitte beachten Sie, dass der Schnelltest nur 48 Stunden gültig ist. Im Falle eines positiven Tests müssen Sie sich sofort in häusliche Isolation begeben und sich beim Gesundheitsamt melden.

Der PCR-Test wird von Ihren Hausärzten und den Testzentren durchgeführt. In Bayreuth haben wir das Testzentrum in Aichig (Telefon: 0921/25-2525) und die Praxis Dr. Pachmann an der Lohngrintherme (Test ohne Termin möglich), die diese PCR-Tests durchführen. Dieser Test behält für 3 Tage seine Gültigkeit, Sie müssen aber mind. 24 Stunden auf das Testergebnis warten.

Marion Tost, Vorständin

Bayreuth, 6. Januar 2021

Download der Formulare

Einwilligungserklärung Antigenschnelltest
Laufkarte Dokumentation