Name: Irene S.
Einsatzstelle: Seniorenheim/ehrenamtlicher Helferkreis
Alter: 64 Jahre
Wie sind Sie zu dieser Stelle gekommen?
„Ich habe in der Zeitung ein Inserat der AWO gesehen und mich daraufhin näher informiert und letztlich habe ich dann an der Helferkreisschulung teilgenommen.“
In welchen Bereichen waren/sind Sie eingesetzt? Welche Aufgaben haben Sie?
„Mein Einsatzgebiet ist im Seniorenheim wo ich zusammen mit einer Kollegin die Laufgruppe übernehme. Wir unternehmen viel Verschiedenes. Im großen und ganzen geht es um die Unterhaltung, die Beschäftigung und Betreuung der Bewohner. Das sie einfach mal rauskommen und auch andere Dinge sehen.“
Was gefällt Ihnen an ihrer Stelle besonders gut?
„Allgemein gefällt mir der Umgang mit den Bewohnern. Ihre Dankbarkeit zu sehen finde ich schön. Auch merke ich, dass ich in gewisser Weise auch von den Bewohnern wieder erkannt werde. Sie wissen zwar nicht wie ich heiße aber auf emotionaler Ebene kann ich das irgendwie spüren, dass sie mich erkennen.“
Was motiviert Sie, diese Aufgabe zu übernehmen?
„Ich habe selber erfahren wie es ist eine demenzkranke Person zu pflegen. Die Wesensänderungen, die aufgrund der Krankheit eintreten können, haben mich damals extrem belastet. Niemand hat mir aber gesagt, dass es sich um die Krankheit Demenz handelt. Ich habe das erst realisiert als ich die Helferschulung gemacht habe. Ich habe wirklich gelitten. Deshalb ist es für mich wichtig, dass Menschen, die eine demenzkranke Person versorgen, nicht so leiden wie ich früher. Mich motiviert die Tatsache, dass ich durch meine Arbeit jemand anderen entlasten kann.“
Was ist Ihnen bisher schwer gefallen/fällt Ihnen schwer?
„Wenn jemand stirbt.“
Welche Unterstützung haben Sie erfahren? Wie haben Sie gelernt damit umzugehen?
„Es ist immer jemand zum Reden da. Egal ob die Pflegedienstleitung oder andere Kollegen. Man findet immer ein offenes Ohr.“
Was könnte die AWO in Ihrem Aufgabenbereich verbessern?
„Man sollte den hauptamtlichen Beschäftigten klar machen, dass wir als ehrenamtliche Helfer zu deren Entlastung da sind. Manchmal fühlt man sich nämlich so als wäre man selbst eine Belastung obwohl man aber eigentlich als Entlastungsperson da ist. Dieses Gefühl vermitteln mir manche Mitarbeiter im Heim.“
Was nehmen Sie an Erfahrungen für die Zukunft mit? Hat diese Aufgabe /Stelle Auswirkungen auf ihre Zukunftsplanung?
„Ich finde es wichtig, dass die Bevölkerung mehr über bestimmte Krankheitsverläufe aufgeklärt wird und es so zu einem friedlichen Miteinander kommen kann. Kranke Menschen sollen gesellschaftlich integriert werden. Für die Zukunft kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass ich, so lange ich gesund bin, diese Arbeit ausüben werde.“
